MEINE TÖPFERWERKSTATT

Meine Keramikarbeiten haben Sie neugierig gemacht?

Sie möchten gerne wissen, welche Arbeitsschritte beim Töpfern zu beachten sind?

Gerne erkläre ich Ihnen hier einige wesentliche Grundlagen des Töpferns.

Aber zuerst einmal möchte ich sagen: Willkommen an meinem Lieblingsplatz - meiner Mal- und Töpferwerkstatt hier in Nordhausen. Direkt von meinem Arbeitsplatz aus kann ich Ihnen am besten die grundlegenden Schritte des Töpferns erklären.

Ich verwende unterschiedliche Tonsorten, Werkzeuge, Glasuren, Keramikfarben und Techniken. Zunächst erfolgt die Formgebung des rohen Tons. Hierbei ist es besonders wichtig, sorgfältig mit diesem lebendigen Material zu arbeiten. Als eine mögliche Gestaltungmethode verwende ich die Wulsttechnik. Sie ist eine der ältesten und ursprünglichsten Techniken zur Formgebung von Ton. Diese sehr arbeitsintensive Technik wende ich bevorzugt bei der Modellierung meiner filigranen Figuren an. Besonders bei der Gestaltung von Körpersprache und Gesichtszügen muss ich sorgfältig und behutsam arbeiten.

Bei der Herstellung von Gefäßen ermöglicht mir die Plattentechnik eine variantenreiche Palette an Gestaltungsmöglichkeiten. Die Tonplatten stelle ich her, indem ich den Ton mit einem Rollholz auf die erforderliche Größe auswalze. Anschließend werden diese zu der gewünschten Form zusammengesetzt.

Zur Herstellung von Kugeln werden im Fachhandel spezielle Gipsformen angeboten. Auch Ausstechformen können zu sehr schönen Ergebnissen beitragen.

Besonders für die Bemalung meiner Figuren setze ich häufig Engoben ein. In diesem speziellen Fall trage ich die Farbe mit dem Pinsel direkt auf den lederharten Ton auf.

Nach der Formgebung muss der Ton je nach Größe ca. 1-2 Wochen an einem kühlen Ort trocknen. Bei diesem Vorgang muss mit dem Arbeitsstück sehr behutsam umgegangen werden, da sonst schnell Risse entstehen können.

Mein Arbeitsplatz

Mein Arbeitsplatz, an dem meine Keramiken nach und nach entstehen.

Keramik vor dem 1. Brennendurchgang

Ein Windlicht und eine Keramikfigur vor dem 1. Brenndurchgang, ...

Keramikfigur vor dem Schrühbrand

... dem sogenannten Schrühbrand.

Anschließend kann das bearbeitete Tonstück zum ersten Mal in den Brennofen. Beim sogenannten Schrühbrand wird die Hitze allmählich erhöht, bis eine Endtemperatur von 850 - 900 °C erreicht ist. Nach diesem ersten Brenndurchgang wird das rohgebrannte Arbeitsstück langsam und behutsam abgekühlt.

Das rohgebrannte Tonstück wird nun von mir mit einer Glasur sorgfältig von Hand bemalt. Sie vervollständigt den Herstellungsprozess und dient dem Schutz sowie der Veredelung der Keramik. Manchmal verwende ich zudem besondere, teilweise sogar sehr ungewöhnliche Hilfsmittel und Werkzeuge für den Farbauftrag, um außergewöhnliche Farbmuster zu kreieren. Manche meiner Werke glasiere ich nicht oder nur teilweise, um die natürliche Ausstrahlung des Werkstoffes Ton zu unterstreichen. Wenn das Ergebnis schließlich meinen Vorstellungen entspricht, lasse ich das Arbeitsstück noch einen Tag durchtrocknen, bevor der zweite Brenndurchgang beginnt. Erst durch den Glasurbrand schmelzen die aufgebrachten Glasuren auf dem Tonscherben und erstrahlen in ihrer endgültigen Farbe.

Zwischenlager zum Trocknen der Keramik

Mein Platz zum Trocknen der Keramiken.

Glasierte Keramik vor dem 2. Brennendurchgang

Noch sieht die Farbe der Figuren blass und matt aus. ...

Glasierte Keramikfigur vor dem Glasurbrand

... Die endgültige Farbe entsteht erst durch den noch ausstehenden Glasurbrand.

Gespannt nehme ich die fertige Keramik aus dem Brennofen und bewundere sie. Dieser Moment ist für mich ein ganz besonderer, da das Ergebnis nie ganz vorhersehbar ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen kleinen Einblick in meine Töpferwerkstatt geben. Sollten Sie noch Fragen haben, dann können Sie mich gerne kontaktieren.

Scroll to top